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Sein oder Nichtsein

2026-07-24T11:20:51+02:00

Regie Tilla Kratochwil  • Bühne und Kostüme Christiane Hercher  •  Puppen Janna Skroblin  • Musikalische Leitung Marysia Jadziewicz  • Dramaturgie Miriam Locker • Theaterpädagogik Nadine Tiedge • Spiel Florian Kräuter, Leonhard Schubert, Anna Wiesemeier, Freda Winter

Premiere 21.02.2025: Im Jahr 1940 ist das Polski-Theater in Warschau vom Krieg der Deutschen gegen Polen zerstört und der Spielbetrieb eingestellt. Weil ein Doppelagent viele Adressen von Warschauer Widerstandskämpfer*innen an die Geheime Staatspolizei weiterzugeben droht, setzt das arbeitslose Theaterensemble eine komplizierte Scharade in Gang, um das belastende Material zu erbeuten und sich damit ins Ausland abzusetzen. Dabei werden Bärtchen angeklebt und wieder abgerissen, begegnen echte Agenten falschen Nazis und echte Nazis falschen Agenten. Und obwohl es um nichts Geringeres geht als die Rettung von Leben, lassen Eitelkeit und Eifersucht die Unternehmung beinahe platzen.

Die Geschichte über die Kraft der Kunst in düsteren Zeiten nach Ernst Lubitschs Filmklassiker wird die Regisseurin Tilla Kratochwil mit Handpuppen inszenieren. Falsches und Echtes, Spiel und Ernst werden dabei ineinander verschachtelt und gründlich durcheinandergewirbelt. Zum Glück sind Handpuppen viel schneller und agiler als Menschen!

Hofspektakel: Die Dreigroschenoper

2026-07-24T10:45:56+02:00

Regie Alvaro Schoeck • Puppen und Kostüme Sylvia Wanke • Bühne Kristopher Kempf • Akkordeon Claudia Buder • Dramaturgie Sofie Neu • Spiel Richard Barborka, Florian Kräuter, Linda Mattern, Lennart Morgenstern, Svea Schiedung, Leonhard Schubert, Anna Wiesemeier, Freda Winter

„Und der Haifisch, der hat Zähne …“ heißt es diesen Sommer wieder! Mit der «Dreigroschenoper» erschuf das kongeniale Team aus Bertolt Brecht, Elisabeth Hauptmann und Kurt Weill 1928 einen Überraschungshit, der längst zum Klassiker geworden ist und der als Hofspektakel in der Spielzeit 2024/25 ein Publikumserfolg wurde.

In der Londoner Unterwelt bekriegen sich der skrupellose Gangsterboss Mackie Messer und die Peachums, die ein Bettler-Imperium führen und das schlechte Gewissen der Menschen zu Geld machen. Und wirklich alle hier sind auf den eigenen Vorteil bedacht: „Erst kommt das Fressen, dann die Moral“ lautet das berühmte Zitat. Opernregisseur Alvaro Schoeck und das Ensemble des Puppentheaters entdecken mit der kongenialen Akkordeonbegleitung durch Claudia Buder und fragmentarischen Puppenkörpern die Aktualität dieses Stücks noch einmal neu.

Denn was ist dieses wilde Musiktheater? Scharfe Kapitalismuskritik, Sozialsatire, romantisches Musical, Lehrstück in Brechtschem Verfremdungseffekt oder gar nichts davon? Zum Glück hat Brecht auch gesagt: „Die Widersprüche sind unsere Hoffnung.“ Ein makaberes Spektakel im Hof des Puppentheaters zur schönsten Sommerzeit!

Die Inszenierung feierte am 27.06.2025 ihre Premiere.

So geht es in Magdeburg nicht nur um die Bestie Mensch, sondern auch um das Ensemble als Gegenbild. Ein Ensemble, das fantastisch singt.

Die Deutsche Bühne

Die Magdeburger «Dreigroschenoper» ist kein Figurentheater mit Gesang oder eine mit Puppen ausstaffierte Operette. Regisseur Schoeck erschafft zusammen mit dem Ensemble ein überzeugendes Amalgam aus mehreren Elementen.

Nachtkritik

Ein glanzvoller, nachdenklich stimmender Abschluss eines sehens- und hörenswerten Abends. «Die Dreigroschenoper» als sommerliche Unterhaltung unter freiem Himmel zeigt sich als insgesamt stimmige Inszenierung.

Fidena

Volltreffer mit Klamauk.

Magdeburger Volksstimme

Wohin die Elbe fließt

2026-09-08T17:57:27+02:00

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Hier geht’s zu „Gewählt ist gewählt, und jetzt, liebes Orakel? Eine Befragung der Zukunft mit Puppen und Menschen“ aus unserer Diskursreihe „Am roten Faden“ am Sonnabend, den 12.09.2026 um 20:00 Uhr.

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Konzept Julia Blawert, Moritz von Schurer • Spiel Julia Blawert, Richard Barborka, Florian Kräuter, Svea Schiedung • Gast Oberstufenchor Geschwister-Scholl-Gymnasium Magdeburg unter der Leitung von Christian Waltenberg

Mit „Die Elbe fließt ins Mittelmeer“ erforschte die Performancekünstlerin Julia Blawert 2025 gemeinsam mit dem Puppentheater den Begriff der Grenzen in und um Europa. Nun fragen wir: Wie ist die Lage?

Flüsse stehen für permanente Veränderung und geologische Verortung zugleich. Die Elbe ist Sinnbild einer Geschichte mit Aufs und Abs. Aber empfinden wir Magdeburger*innen die Dinge im Augenblick eigentlich als veränderbar oder vorbestimmt – als Hochwasser oder Normalpegel? Worin besteht unser Kompass? Ist es zu spät für glückliche Veränderungen, wenn vermehrt Menschen eine Revolution von rechts herbeisehnen? Wohin steuern wir und wie können wir entscheiden, ob wir stromauf- oder -abwärts fahren?

Julia Blawert schwärmt aus und sammelt Stimmen in Magdeburg. Aus den Interviews entsteht ein Kompass und ein Maskenspiel auf der Fähre. Wir verhandeln den Lauf der Geschichte gemeinsam – wir schreiben zusammen Geschichte und lauschen der Musik des Flusses.

Als besondere Gäste freuen wir uns über den Oberstufenchor des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Magdeburg unter der Leitung von Christian Waltenberg.

Termine: 21./22. Mai 2026, jeweils 18:00 Uhr, Treffpunkt: Elbfähre Buckau

Hinweis: Bitte holen Sie Ihre Karten jeweils bis 17.30 Uhr an der Theaterkasse (Warschauer Straße 25) ab. Kein Kartenverkauf an der Elbfähre Buckau.

Mit freundlicher Unterstützung von Weiße Flotte Magdeburg

Dinge der (Un)Möglichkeit

2026-07-24T10:47:52+02:00

Konzept Sofie Neu • Spiel Sofie Neu, Jan Preißler (Gast), Jana Weichelt

Cyborgs, Klimakatastrophen, dystopische Überwachungsstaaten, Apokalypsen – schon immer haben Menschen nicht ganz so fröhliche Zukunftsszenarien gesponnen. Aber wie wir aus dem Puppenspiel wissen – im grotesk Verzerrten erkennen wir uns selbst oft deutlicher.

In der sechsten Ausgabe unserer Diskursreihe „Am roten Faden“ werden Auszüge aus drei neuen dramatischen Texten, die sich mit möglichen Enden und Anfängen unserer Welt beschäftigen, zum Leben erweckt.

Als Live-Hörspiel hören wir mithilfe von Materialien und Objekten in nahe und ferne Zukünfte hinein und diskutieren gemeinsam mit dem Publikum, was diese Fiktionen auslösen. Wie klingt das posthumane Zeitalter und was haben Puppen dazu beizutragen?

Termin: 2. April 2026, 19:00 Uhr, Saal, Puppentheater

OHNE DICH, das geht doch nicht!

2026-07-24T10:49:31+02:00
Foto: Sandra Hermannsen

Puppentheater über Höhen und Tiefen von Freundschaft.

Puppentheater und ausdrucksstarkes Spiel erzählen die Geschichte von Bär und Eichhörnchen. Die beiden sind beste Freunde, bis ein Streit alles durcheinander bringt und plötzlich jeder für sich allein da steht. Zwischen Missverständnissen, Stille und kleinen Abenteuern erkennen Bär und Eichhörnchen, wie sehr sie einander fehlen. Eine warmherzige Geschichte über Freundschaft, Unterschiede und die Freude am einander Wiederfinden.

Bear and Squirrel are best friends – until a quarrel changes everything … Through puppetry and expressive play, a gentle story unfolds about misunderstanding, friendship and the joy of finding each other again.

Konzeption Artisanen • Regie Franziska Dittrich • Spiel Inga Schmidt, Stefan Spitzer • Puppenbau Mechtild Nienaber • Bühnenbild Stefan Spitzer • Musik Mark Badur, Inga Schmidt

Gefördert durch Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR. Unterstützt durch Schaubude Berlin / Figurentheater Grashüpfer im Treptower Park. Aufführungsrechte Smriti Prasadam-Halls / Steve Small’s

Dauer: 45 Minuten
Ort: Puppentheater Magdeburg, Saal (Große Bühne)
Sprache: Deutsch / German

Das Festival wird unterstützt durch:

Pluie ? (dt.: Regen?)

2026-07-24T10:50:52+02:00
Foto: Elodie Guignard

Gemeinsam den Regen neu entdecken.

Warum sprechen wir bei Regen immer von schlechtem Wetter? Der bildende Künstler, Regisseur und Darsteller Benoît Sicat lässt sich in seinen Arbeiten von Landschaften inspirieren. Gemeinsam mit dem jungen Publikum erforscht er den Klang und Geruch des Regens und lädt es dazu ein, Klang-Objekte zu bespielen.

Rediscovering the rain together.

Together with the young audience, the visual artist, director and performer Benoît Sicat explores the sound and smell of rain and invites them to play with sound objects.

Konzept und Spiel Benoît Sicat • Produktion Kollektiv 16 rue de Plaisance

Unterstützt von der Stadt Rennes und der Region Bretagne / Koproduktionen: Réseau Courte Echelle, Förderprogramm für frühkindliche Kunst in der Île-de-France, Théâtre Lillico – Rennes (staatlich anerkannte Spielstätte von nationalem Interesse im Bereich Kunst, Kindheit und Jugend).

Dauer: 30 Minuten
Ort: Puppentheater, Probebühne
Sprache: Ohne Lautsprache / Without spoken language

Das Festival wird unterstützt durch:

Mein Ego zwingt mich dazu

2026-07-24T10:54:01+02:00
Foto: JARNOTH

Maximales Drama und ein Puppenhaus, in dem Humor und Tragik auf engstem Raum wohnen.

Ein Puppenhaus. Eine Bühne. Und ein Ego, das ständig mitredet. In dieser Solo-Revue begegnet sich einer selbst, mal überdreht, mal verletzlich. Puppen, Masken, Musik und Schauspiel wechseln sich ab, während schräge Gestalten und melancholische Clowns auftauchen. Zwischen Größenfantasie und Selbstzweifel präsentiert sich ein schillernder Theaterabend über Identität, Selbstinszenierung und die Frage, wer hier eigentlich das Sagen hat.

A puppethouse. A stage. And an ego that won’t stay quiet. In this dazzling solo revue, puppets, masks, music and acting collide.

Performance und Regie JARNOTH • Erzähltante Judith Mauthe • Piano Thimo Pommerening / Josen • Musik Anselm Venezian Nehls • Bühnenbild Carola Volles, JARNOTH • Choreographie Rudolf Giglberger • Kostüm Stefanie Krimmel • Lichtdesign Julia Lochmann, JARNOTH

Dauer: 120 Minuten mit Pause
Ort: Puppentheater, Saal (Große Bühne)
Sprache: Deutsch / German

Das Festival wird unterstützt durch:

One Man Show

2026-07-24T10:54:31+02:00
Foto: RosaQuistPhotography

Puppenspiel und Objekttheater treffen auf Barockgesang.

Zwei Frauen aus vergangenen Zeiten spielen in einer mitreißenden Mischung aus Objekttheater, Barockgesang und elektronischer Musik mit dem Thema Männlichkeit. Auf einem Dachboden voller Spielzeug hinterfragen sie Gegenstände, die Jungen zu „echten Männern“ machen. Große Posen, Zweifel und komische Momente wechseln sich ab, während das klassische Heldenideal langsam ins Wanken gerät.

Ein musikalischer Theaterabend über Männlichkeit, Selbstbild und große Gefühle.

Konzept, Gesang, Objektmanipulation, Schauspiel Linde Schinkel, Martine van Ditzhuyzen • Gitarre David Mackor • Lichtdesign Esther Love • Endregie Els Mondelaers • Komposition Strijbos & Van Rijswijk • Dramaturgische Beratung Menzo Kircz

Gefördert von Het Cultuurfonds, Gemeente Rotterdam, Norma Fonds.

Puppetry and object theatre meet powerful baroque singing. A musical theatre evening about masculinity, self-image and grand emotions.

Dauer: 60 Minuten
Ort: Schauspielhaus Magdeburg, Kammer 2
Sprache: Ohne Dialoge / Without Dialogue

Das Festival wird unterstützt durch:

Schnitzel of Love

2026-07-24T10:55:05+02:00
Foto: anubis-guckt

Abgedrehte Figurentheater-Performance über Liebeskummer.

Ein legendäres Stück Figurentheater der kongenialen Bildenden Künstlerin, Regisseurin und Figurenspielerin Stefanie Oberhoff, die damit ihre eigene Scheidung verarbeitete: Eine Frau lässt sich von einem leicht zerknitterten Anubis ein Stück Fleisch aus dem Bauch schneiden und näht sich daraus ein niedliches Schnitzelwesen. Im rauchheißen Öl einer Bratpfanne singt die Kreatur das Hohelied der Vorfreude auf ihre Reinkarnation. Um anschließend an die Bestie verfüttert zu werden.

Ein Fest der Gemeinschaft, und eine Inspiration, wie man Liebeskummer in positive Energie umwandelt.

A quirky puppet show about heartbreak. A celebration of community, and an inspiration on how to turn heartbreak into positive energy.

Konzept und Spiel Stefanie Oberhoff • Regie Robert Steijn

Dauer: 50 Minuten
Ort: Datsche, Karl-Schmidt-Straße 42
Sprache: Deutsch / German

Das Festival wird unterstützt durch:

Und über uns der große Wagen

2026-07-24T10:55:33+02:00
Foto: C. Nasser Hashemi

Materialrecherche zu Garagen und den darin verborgenen DDR-Frauen-Biografien.

Unzählige Garagenkomplexe, Einzelgaragen wie auch kleinere und größere Höfe: Zu DDR-Zeiten oder früher kollektiv erbaut, zeugen sie noch heute von persönlichen Erinnerungen und Lebenswegen. Was passiert mit den alten Geschichten, Erfahrungen und Dingen?

Ausgehend von Recherchen und Interviews mit Garagenbesitzer*innen aus Chemnitz arbeiten Julia Brettschneider und ihr Ensemble mit den Mitteln des Materialtheaters, Textfragmenten sowie performativen und musikalischen Elementen, lassen Träume und Lebensentwürfe in einer theatralen Wunderbox durcheinanderwirbeln und in einer Garagensommernacht ineinanderfließen.

Material du musical research into garages and hidden biographies of women in the GDR. What happens to these old stories, experiences and objects?

Konzept und Regie Julia Brettschneider • Recherche und Textcollage Peggy Mädler • Ausstattung Maria Wolgast • Musik Matthias Bernhold • Dramaturgie Friederike Spindler • Spiel Claudia Acker, Matthias Bernhold, Caroline Galvis, Anna Lehotská und Lina Mareike Wolfram

Ein Projekt im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025. Diese Maßnahme wurde mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes und durch Bundesmittel der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie durch Mittel der Stadt Chemnitz.

Dauer: 65 Minuten
Ort: Insel Theater
Sprache: Deutsch / German
Hinweis: Einführung 45 Minuten vor Beginn der Vorstellung

Das Festival wird unterstützt durch:

Die Spielzeit wird unterstützt durch:
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