ab 16 Jahren

Atlas of Sounds / Waldstille

2026-05-19T10:04:31+02:00
Foto: Ludomir Franczak

In der Begegnung von Figurensammlung und Gewächshaus entsteht ein lebendiges Archiv des Sammelns.

„Atlas of Sounds“ ist ein künstlerisch-wissenschaftliches Projekt und eine performative Arbeit, die auf einer sich ständig wandelnden Sammlung von Geschichten basiert, denen eine gemeinsame Perspektive zugrunde liegt – der Klang. In dieser eigens fürs Puppentheater Magdeburg konzipierten Arbeit verschränkt Franczak zwei Sammlungen miteinander: Puppen aus der Figurensammlung in der villa p. tauchen im Gruson-Gewächshaus auf und stellen Fragen zu Wissenspraktiken des 19. Jahrhunderts, dem kolonialen Forschungs- und Sammlungsdrang, der stereotypen Gestaltung von Puppen und unserer Beziehung zum Wald. Puppen treffen auf Palmen, der große Magdeburger Unternehmer Hermann Gruson auf Hänsel und Gretel und Klang- und Archivobjekte auf echte Kakteen.

Die Aufführung umfasst das Märchen „Hänsel und Gretel“, vorgelesen von Jean-Ulrick Désert (Tonaufnahme vom 18. Dezember 2001, Paris, FR). Jean-Ulrick Désert ist ein in Berlin lebender Künstler.

In this encounter, specially conceived for the Magdeburg Puppet Theatre, between the puppet collection and the greenhouse gives rise to a living archive of collecting and and its colonial roots.

The performance includes „Hansel und Gretel“ fairy tale read by Jean-Ulrick Désert (18 December 2001 audio recording, Paris FR. Jean-Ulrick Désert is an artist based in Berlin.

Konzeption und Spiel Ludomir Franczak • Produktion Outside Eye, Sofie Neu

Dauer: 75 Minuten
Ort: Gruson-Gewächshäuser, Schönebecker Straße 129b
Sprachen: Deutsch, Englisch / German, English

Das Festival wird unterstützt durch:

Pesadilla

2026-05-09T10:24:42+02:00
Foto: Manuela Giusto

Konfrontation zwischen einem Mann und seinem imaginären Alter Ego: einem riesigen Panda.

Pesadilla, als beste belgische Zirkusproduktion 2017 nominiert, erzählt von der Zerbrechlichkeit eines Mannes, der zwischen Schlaflosigkeit und Narkolepsie hin- und hergerissen ist, in einer traumähnlichen Realität, in der das Seltsame und das Burleske miteinander flirten und sich auf eine Grenze zubewegen, an der grotesker Humor und eine sanfte Melancholie denselben Raum teilen.

Somewhere between dance, circus and mask theatre – the confrontation between a man and his imaginary alter ego: a giant panda.

Regie, Konzept und Choreographie Piergiorgio Milano • Darstellung Piergiorgio Milano, Nicola Cisternino • Künstlerische Beratung Elsa Dourdet, Florent Hamon • Lichtdesign Simone Fini • Musik Florent Hamon • Licht- und Tontechnik Luca Carbone • Produktion Fondazione Musica per Roma

Koproduzenten und Partner: Festival Torino Danza, Turin (IT); Les Halles du Schaerbeek, Brüssel (BE); ERT – Fondazione Emilia Romagna Teatro, Modena (IT); Teatro della Caduta, Turin (IT)
Mit freundlicher Unterstützung von Fédération Wallonie–Bruxelles; Le Prato Pôle National des Arts du Cirque, Lille (FR); Progetto Corpi e Visioni – Teatro Asioli di Correggio, Reggio Emilia (IT); Espace Périphérique – Parc de la Villette, Paris (FR); Fondazione Piemonte dal Vivo, Turin (IT); FLIC Circus School, Turin (IT); Kilowatt Festival, Sansepolcro (IT); Anghiari Dance Hub, Anghiari (IT); Centre International de Création des Arts du Cirque – Espace Catastrophe, Brüssel (BE); Le Garage 29, Brüssel (BE)

Dauer: 55 Minuten
Ort: Schauspielhaus, K1, Otto-von-Guericke-Str. 64
Sprache: Ohne Lautsprache / Without spoken language

Das Festival wird unterstützt durch:

Gastspiel: Geister – Was machen die Toten?

2025-12-06T16:59:43+01:00

Regie Esther Steinbrecher • Dramaturgie Janne Weinrup Ausstattung Claudia Engel Bühnenbau Heiko Lehmann • Ausstattungsassistenz Nina Stammer Choreografisches Coaching Astrid Endruweit Musikalische Leitung Hannes Schindler Spiel Claudia Engel, Hannes Schindler

Unsere letzte Reise – wo geht die eigentlich hin? Was erwartet uns nach dem Leben? Hierüber pendelt die Menschheit in einem Kosmos schier uferloser Vorstellungen: Himmel oder Hölle, Seelenwanderung oder Spukgespenst, Nirvana oder einfach nur das große Nichts? Was machen die Toten eigentlich? Die ganze Ewigkeit lang? Fragen wir sie doch einfach selbst!

Verankert in einer höchst rätselhaften Zwischenwelt schweben in dieser Inszenierung die Geister der Verblichenen in einer Art Transitbereich vom Hüben zum Drüben, sozusagen im letzten Gasthaus vor der Ewigkeit, mehr oder weniger bereit für eine Kontaktaufnahme. Dabei tragen all diese Geister ihre Geschichten und Erinnerungen aus dem Diesseits sowie große Erwartungen an das Jenseits in sich und nach außen.

Manche krachend traurig, andere zum Heulen lustig, einige stinkend erlogen und alle unbedingt wert, noch einmal gehört, gesehen, gefühlt und gefeiert zu werden. Nach und nach verweben sich die Fragmente aus eindrücklichen Bildern, Texten und musikalischen Einwürfen schließlich in eine spekulative Saga über Leben und Tod und das große Danach.

Ein Gastspiel von flunker produktionen aus dem brandenburgischen Dahme/Mark, das mit Mitteln vom Ministerium für Forschung, Wissenschaft und Kultur des Landes Brandenburg sowie dem Landkreis Teltow-Fläming gefördert wurde.

Ein surreales Vexierspiel … mit sehr viel Spielfreude … eine echte Empfehlung

MDR Kultur

Gastspiel: Ginger Bread House

2025-11-11T14:17:17+01:00

Regie Łukasz Kos • Spiel, Musik, Ausstattung Stefanie Oberhoff, Henry Sargeant, Samira Wenzel, Stefan Wenzel Sounddesign  Alan Boorman • Produktionsleitung Melina Gerstemann Stratosphärenflug Ilan Raphael

Die einen nennen es „Quatsch“ (Leipziger Volkszeitung) oder „Nonsens“ (Ludwigsburger Kreiszeitung), die anderen sitzen verzaubert davor und sagen: Was für eine Freiheit!

Gräfin-Mutter Stefanie Oberhoff, der britische Performer Henry Sargeant alias Mr. Vast und die Leipziger Theaterhasardeure Wenzel & Wenzel machen es Hänsel und Gretel gleich und wagen sich gemeinsam in den tiefen Wald. Kein Weg weit und breit, ab und zu ein Brotkrumen, und in der Mitte wächst das Lebkuchenhaus. Bis das am Ende fertig wird, ist gar nichts sicher: nicht, was passiert, die Spieler*innen nicht voreinander und das Publikum nicht vor Zahnseide.

Exquisites Puppenspiel, musikalische Ausflüge und eine echte Wahl zwischen Quatsch und Grandiosität.

Gastspiel von Stefanie Oberhoff (Stuttgart), Henry Sargeant (Leipzig) und Lehmann & Wenzel (Leipzig) in Koproduktion mit dem Figurentheaterzentrum Westflügel Leipzig.

Sein oder Nichtsein

2026-02-23T13:47:06+01:00

Regie Tilla Kratochwil  Bühne und Kostüme Christiane Hercher  •  Puppen Janna Skroblin  • Musikalische Leitung Marysia Jadziewicz Dramaturgie Miriam Locker Theaterpädagogik Nadine Tiedge • Spiel Florian Kräuter, Leonhard Schubert, Anna Wiesemeier, Freda Winter

Premiere 21.02.2025: Im Jahr 1940 ist das Polski-Theater in Warschau vom Krieg der Deutschen gegen Polen zerstört und der Spielbetrieb eingestellt. Weil ein Doppelagent viele Adressen von Warschauer Widerstandskämpfer*innen an die Geheime Staatspolizei weiterzugeben droht, setzt das arbeitslose Theaterensemble eine komplizierte Scharade in Gang, um das belastende Material zu erbeuten und sich damit ins Ausland abzusetzen. Dabei werden Bärtchen angeklebt und wieder abgerissen, begegnen echte Agenten falschen Nazis und echte Nazis falschen Agenten. Und obwohl es um nichts Geringeres geht als die Rettung von Leben, lassen Eitelkeit und Eifersucht die Unternehmung beinahe platzen.

Die Geschichte über die Kraft der Kunst in düsteren Zeiten nach Ernst Lubitschs Filmklassiker wird die Regisseurin Tilla Kratochwil mit Handpuppen inszenieren. Falsches und Echtes, Spiel und Ernst werden dabei ineinander verschachtelt und gründlich durcheinandergewirbelt. Zum Glück sind Handpuppen viel schneller und agiler als Menschen!

Hofspektakel: Die Dreigroschenoper

2025-11-24T17:52:48+01:00

Regie Alvaro Schoeck • Puppen und Kostüme Sylvia Wanke • Bühne Kristopher Kempf • Akkordeon Claudia Buder • Dramaturgie Sofie Neu • Spiel Richard Barborka, Florian Kräuter, Linda Mattern, Lennart Morgenstern, Svea Schiedung, Leonhard Schubert, Anna Wiesemeier, Freda Winter

„Und der Haifisch, der hat Zähne …“ heißt es diesen Sommer wieder! Mit der «Dreigroschenoper» erschuf das kongeniale Team aus Bertolt Brecht, Elisabeth Hauptmann und Kurt Weill 1928 einen Überraschungshit, der längst zum Klassiker geworden ist und der als Hofspektakel in der Spielzeit 2024/25 ein Publikumserfolg wurde.

In der Londoner Unterwelt bekriegen sich der skrupellose Gangsterboss Mackie Messer und die Peachums, die ein Bettler-Imperium führen und das schlechte Gewissen der Menschen zu Geld machen. Und wirklich alle hier sind auf den eigenen Vorteil bedacht: „Erst kommt das Fressen, dann die Moral“ lautet das berühmte Zitat. Opernregisseur Alvaro Schoeck und das Ensemble des Puppentheaters entdecken mit der kongenialen Akkordeonbegleitung durch Claudia Buder und fragmentarischen Puppenkörpern die Aktualität dieses Stücks noch einmal neu.

Denn was ist dieses wilde Musiktheater? Scharfe Kapitalismuskritik, Sozialsatire, romantisches Musical, Lehrstück in Brechtschem Verfremdungseffekt oder gar nichts davon? Zum Glück hat Brecht auch gesagt: „Die Widersprüche sind unsere Hoffnung.“ Ein makaberes Spektakel im Hof des Puppentheaters zur schönsten Sommerzeit!

Die Inszenierung feierte am 27.06.2025 ihre Premiere.

So geht es in Magdeburg nicht nur um die Bestie Mensch, sondern auch um das Ensemble als Gegenbild. Ein Ensemble, das fantastisch singt.

Die Deutsche Bühne

Die Magdeburger «Dreigroschenoper» ist kein Figurentheater mit Gesang oder eine mit Puppen ausstaffierte Operette. Regisseur Schoeck erschafft zusammen mit dem Ensemble ein überzeugendes Amalgam aus mehreren Elementen.

Nachtkritik

Ein glanzvoller, nachdenklich stimmender Abschluss eines sehens- und hörenswerten Abends. «Die Dreigroschenoper» als sommerliche Unterhaltung unter freiem Himmel zeigt sich als insgesamt stimmige Inszenierung.

Fidena

Volltreffer mit Klamauk.

Magdeburger Volksstimme

Gefährliche Liebschaften

2026-04-14T16:05:47+02:00

Inszenierung, Bühne, Kostüme Tim Heilmann • Puppenbau Lutz Großmann • Dramaturgie Lennart Naujoks • Violoncello Lukas Dreyer • Spiel Sabine Schramm, Auguste Eckhardt

Magdeburger Premiere 31.12.2024: Die hinterlistige Marquise de Merteuil und der Frauenheld Vicomte de Valmont verbindet das Band der Verachtung. Beide haben es sich aus dekadenter Langeweile zum Ziel gemacht, mit den Waffen der Betörung ihre Mitmenschen in den Abgrund zu stürzen. Das aktuelle Objekt ihrer Zerstörungswut ist die tugendhafte Madame de Tourvel. Ihre Werte, ihr unerschütterlicher Glaube an den Anstand sind die Mauern der Bastion, die Valmont einnehmen muss, um sich endgültig als Meister seiner Kunst zu rühmen. Als Preis winkt eine Liebesnacht mit seiner vertrauten Marquise. Doch je mehr das Opfer ins Schwanken gerät, desto unsicherer werden die beiden Intriganten …

Der Briefroman aus dem Jahr 1782, erschienen kurz vor der Französischen Revolution, hält bis heute einer Gesellschaft den Spiegel vor, die Gefühle als lästiges Übel verachtet und Hinterlist und Heimtücke als Kavaliersdelikte betrachtet. In einer atmosphärischen Inszenierung mit Cello-Suiten von Johann Sebastian Bach offenbart sich ein Spiel, bei dem niemand gewinnen kann.

Eine Produktion des Theaters Altenburg Gera.

Wohin die Elbe fließt

2026-05-21T11:23:23+02:00

Konzept Julia BlawertMoritz von Schurer • Spiel Julia Blawert, Richard Barborka, Florian Kräuter, Svea Schiedung • Gast Oberstufenchor Geschwister-Scholl-Gymnasium Magdeburg unter der Leitung von Christian Waltenberg

Mit „Die Elbe fließt ins Mittelmeer“ erforschte die Performancekünstlerin Julia Blawert 2025 gemeinsam mit dem Puppentheater den Begriff der Grenzen in und um Europa. Nun fragen wir: Wie ist die Lage?

Flüsse stehen für permanente Veränderung und geologische Verortung zugleich. Die Elbe ist Sinnbild einer Geschichte mit Aufs und Abs. Aber empfinden wir Magdeburger*innen die Dinge im Augenblick eigentlich als veränderbar oder vorbestimmt – als Hochwasser oder Normalpegel? Worin besteht unser Kompass? Ist es zu spät für glückliche Veränderungen, wenn vermehrt Menschen eine Revolution von rechts herbeisehnen? Wohin steuern wir und wie können wir entscheiden, ob wir stromauf- oder -abwärts fahren?

Julia Blawert schwärmt aus und sammelt Stimmen in Magdeburg. Aus den Interviews entsteht ein Kompass und ein Maskenspiel auf der Fähre. Wir verhandeln den Lauf der Geschichte gemeinsam – wir schreiben zusammen Geschichte und lauschen der Musik des Flusses.

Als besondere Gäste freuen wir uns über den Oberstufenchor des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Magdeburg unter der Leitung von Christian Waltenberg.

Termine: 21./22. Mai 2026, jeweils 18:00 Uhr, Treffpunkt: Elbfähre Buckau

Hinweis: Bitte holen Sie Ihre Karten jeweils bis 17.30 Uhr an der Theaterkasse (Warschauer Straße 25) ab. Kein Kartenverkauf an der Elbfähre Buckau.

Mit freundlicher Unterstützung von Weiße Flotte Magdeburg

Dinge der (Un)Möglichkeit

2026-04-26T14:37:54+02:00

Konzept Sofie Neu • Spiel Sofie Neu, Jan Preißler (Gast), Jana Weichelt

Cyborgs, Klimakatastrophen, dystopische Überwachungsstaaten, Apokalypsen – schon immer haben Menschen nicht ganz so fröhliche Zukunftsszenarien gesponnen. Aber wie wir aus dem Puppenspiel wissen – im grotesk Verzerrten erkennen wir uns selbst oft deutlicher.

In der sechsten Ausgabe unserer Diskursreihe „Am roten Faden“ werden Auszüge aus drei neuen dramatischen Texten, die sich mit möglichen Enden und Anfängen unserer Welt beschäftigen, zum Leben erweckt.

Als Live-Hörspiel hören wir mithilfe von Materialien und Objekten in nahe und ferne Zukünfte hinein und diskutieren gemeinsam mit dem Publikum, was diese Fiktionen auslösen. Wie klingt das posthumane Zeitalter und was haben Puppen dazu beizutragen?

Termin: 2. April 2026, 19:00 Uhr, Saal, Puppentheater

Mein Ego zwingt mich dazu

2026-05-11T11:15:48+02:00
Foto: JARNOTH

Maximales Drama und ein Puppenhaus, in dem Humor und Tragik auf engstem Raum wohnen.

Ein Puppenhaus. Eine Bühne. Und ein Ego, das ständig mitredet. In dieser Solo-Revue begegnet sich einer selbst, mal überdreht, mal verletzlich. Puppen, Masken, Musik und Schauspiel wechseln sich ab, während schräge Gestalten und melancholische Clowns auftauchen. Zwischen Größenfantasie und Selbstzweifel präsentiert sich ein schillernder Theaterabend über Identität, Selbstinszenierung und die Frage, wer hier eigentlich das Sagen hat.

A puppethouse. A stage. And an ego that won’t stay quiet. In this dazzling solo revue, puppets, masks, music and acting collide.

Performance und Regie JARNOTH • Erzähltante Judith Mauthe • Piano Thimo Pommerening / Josen • Musik Anselm Venezian Nehls • Bühnenbild Carola Volles, JARNOTH • Choreographie Rudolf Giglberger • Kostüm Stefanie Krimmel • Lichtdesign Julia Lochmann, JARNOTH

Dauer: 120 Minuten mit Pause
Ort: Puppentheater, Saal (Große Bühne)
Sprache: Deutsch / German

Das Festival wird unterstützt durch:

Die Spielzeit wird unterstützt durch:
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