Foto: Moritz Küstner
Der Mikrochip als Motor technologischer Entwicklung und geopolitischer Macht.
Die Gruppe OutOfTheBox zeigt auf die oft vergessene, lange Geschichte der Mikroelektronik Ostdeutschlands, die in der DDR mit intensiver Forschung und Produktion beginnt (z. B. SKET Werke Magdeburg). Heute ist der Fokus auf Hightech-Ansiedlungen wichtiger denn je. In einer Objekttheaterperformance treffen dokumentarisches Material, historische Fundstücke sowie eigens entwickelte Soft- und Hardware-Objekte auf spekulative Zukunftsszenarien – und verweben Vergangenheit, Gegenwart und mögliche digitale Zukünfte der Region.
Die „Silicon Dreams“-Installation ist im Technikmuseum (Dodendorfer Straße 65) vom 03. bis 05. Juni 2026 während der gesamten Öffnungszeiten des Technikmuseums (10:00 bis 17:00 Uhr) besuchbar. Zu zahlen ist der Museumseintritt. Beim Buchen eines performativen Spaziergangs (siehe unten) oder Vorzeigen eines blickwechsel 2026 – Tickets ist der Eintritt gratis!
Through object theatre combining documentary material, historical artifacts, and custom-built hardware objects, the installation of the group OutOfTheBox e connects East Germany’s microelectronics past with possible digital futures.
The ‘Silicon Dreams’ installation can be viewed at the Technikmuseum (Dodendorfer Straße 65) from 3 to 5 June 2026 during the museum’s opening hours (10:00 to 17:00). The standard museum admission fee applies. Admission is free when booking a performative walk (see below) or upon presentation of a blickwechsel 2026 ticket!
Konzept und Künstlerische Leitung OutOfTheBox (Susanne Schuster, Ricardo Gehn) • Leitung Soft- und Hardware Ricardo Gehn • Gamedesign und Mitarbeit Soft- und Hardware Anton Kurt Krause • Dramaturgie und Kommunikation Tina Ebert • Dramaturgie und Produktion Merle Mühlhausen • Mitarbeit Ausstattung Neïtah Janzing • Produktionsleitung Susanne Schuster
Eine Koproduktion mit LOFFT – DAS THEATER. In Kooperation mit GoetheEXIL Hannover, Schaubude Berlin und Theaterhaus Hildesheim. Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, der Stiftung Niedersachsen sowie dem Kulturamt der Stadt Leipzig.
Performative Spaziergänge zum Technikmuseum mit der Gruppe OutOfTheBox
Dauer: 45 Minuten
Start: Eingang des Puppentheaters
Sprache: Deutsch / German
Tickets (5€) buchbar über die Theaterkasse. Eintritt ins Technikmuseum inkludiert.
Rahmenprogramm
Autonome Puppen
Gesprächspanel über Silicon Dreams, ÜBERMORGEN und die Zukunft der Puppenspielkunst
Im Rahmen des Förderprojekts ÜBERMORGEN beforscht das Puppentheater Magdeburg Richtung Zukunft. Die Digitaltheatergruppe OutOfTheBox hat eine eigens entwickelte Soft- und Hardware-Installation entworfen. Zugleich laufen an der Hochschule Magdeburg-Stendal nun Kooperative Seminare zur Frage, wie Industriedesign und Puppenspielkunst neue Synergien erzeugen können. Medienkünstler Fabian Raith hat sich in der Sonderausstellung „Erzählende Objekte“ (22.5.–12.10.2025) mit Augmented Reality im Puppentheater beschäftigt. Was sind die Chancen und Ästhetiken dieser neuen Vernetzungen und wie sieht Puppentheater übermorgen aus?
As part of the ÜBERMORGEN project, Puppentheater Magdeburg explores the digital future of puppetry. What are the opportunities and aesthetic possibilities offered by these new connections, and what will puppet theatre look like in the near future?
Moderation Moritz von Schurer • Gäste OutOfTheBox, Fabian Raith, Studierende der Hochschule Magdeburg-Stendal