ab 12 Jahren

Der Sandmann

2026-04-27T10:02:31+02:00

Choreografie Jörg Mannes • Puppenregie und -bau Frank Soehnle • Bühne Thomas Rupert • Kostüm Louise Flanagan •  Dramaturgie Ulrike Schröder, Moritz von Schurer • Assistenz Puppenspiel Viktoria Kasprik Puppenspiel Florian Kräuter, Freda Winter, Anna Wiesemeier sowie die Studierenden der HfS „Ernst Busch“ Liquid Nestler, Katharina Stoll, Julius Warmuth • Tanz Ballettensemble des Theaters Magdeburg

Nathanael fühlt sich seit seiner Kindheit von einer unheimlichen Figur namens Sandmann verfolgt, dem er auch die Schuld am Tod seines Vaters gibt. Jahre später trifft Nathanael auf den Wetterglashändler Giuseppe Coppola, den er für den Sandmann zu halten beginnt. Als er sich in Olympia, die mysteriöse Tochter seines Professors verliebt und feststellen muss, dass sie eine mechanische Puppe ist, die Coppola gebaut hat, verliert er zunehmend den Verstand.

E. T. A. Hofmann schuf Anfang des 19. Jahrhunderts einen fantastischen Kosmos: Ausgehend von der englischen Schauerliteratur und den frühromantischen Märchen entstanden Geschichten voller menschlicher Abgründe, unheimlicher Begegnungen und angsteinflößender Erfindungen. In ihnen bricht sich die Kehrseite der Aufklärung mit ihrem Wissensdrang, ihrer Rationalität und ihrem Positivismus gewaltig Bahn.

Jörg Mannes, Ballettdirektor am Theater Magdeburg, taucht in seiner Adaption gemeinsam mit Puppenspieler*innen und Tänzer*innen tief in die Welt der Albträume und Traumata hinein. Wenn unbelebte Alltagsgegenstände und mechanische Puppen plötzlich lebendig werden, entsteht neben der tänzerischen Illusion eine irritierende zweite Wirklichkeit.

Die Inszenierung feierte am 25.04.2026 Uraufführung.

Hinweis: Karten sind nur über das Theater Magdeburg erhältlich. Hier Termine erfahren und Tickets bestellen.

Silicon Dreams

2026-05-07T17:09:11+02:00
Foto: Moritz Küstner

Der Mikrochip als Motor technologischer Entwicklung und geopolitischer Macht.

Die Gruppe OutOfTheBox zeigt auf die oft vergessene, lange Geschichte der Mikroelektronik Ostdeutschlands, die in der DDR mit intensiver Forschung und Produktion beginnt. Heute ist der Fokus auf Hightech-Ansiedlungen wichtiger denn je. In einer Objekttheaterperformance treffen dokumentarisches Material, historische Fundstücke sowie eigens entwickelte Soft- und Hardware-Objekte auf spekulative Zukunftsszenarien – und verweben Vergangenheit, Gegenwart und mögliche digitale Zukünfte der Region.

Die „Silicon Dreams“-Installation ist im Technikmuseum  (Dodendorfer Straße 65) vom 02. bis 05. Juni 2026 von 12:00 bis 16:30 Uhr besuchbar. Zu zahlen ist der Museumseintritt. Beim Buchen eines performativen Spaziergangs (siehe unten) oder Vorzeigen eines blickwechsel2026-Tickets ist der Eintritt gratis!

Through object theatre combining documentary material, historical artifacts, and custom-built hardware objects, the installation of the group OutOfTheBox e connects East Germany’s microelectronics past with possible digital futures. 

The ‘Silicon Dreams’ installation can be viewed at the Technikmuseum (Dodendorfer Straße 65) from 3 to 5 June 2026 during the museum’s opening hours (10:00 to 17:00). The standard museum admission fee applies. Admission is free when booking a performative walk (see below) or upon presentation of a blickwechsel 2026 ticket!

Konzept und Künstlerische Leitung OutOfTheBox (Susanne Schuster, Ricardo Gehn) • Leitung Soft- und Hardware Ricardo Gehn • Gamedesign und Mitarbeit Soft- und Hardware Anton Kurt Krause • Dramaturgie und Kommunikation Tina Ebert • Dramaturgie und Produktion Merle Mühlhausen • Mitarbeit Ausstattung Neïtah Janzing • Produktionsleitung Susanne Schuster

Eine Koproduktion mit LOFFT – DAS THEATER. In Kooperation mit GoetheEXIL Hannover, Schaubude Berlin und Theaterhaus Hildesheim. Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, der Stiftung Niedersachsen sowie dem Kulturamt der Stadt Leipzig.
Das Gastspiel wurde gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Performative Spaziergänge zum Technikmuseum mit der Gruppe OutOfTheBox

Dauer: 60 Minuten
Start: Eingang des Puppentheaters
Sprache: Deutsch / German

Tickets (5€) buchbar über die Theaterkasse. Eintritt ins Technikmuseum inkludiert.

Rahmenprogramm

Autonome Puppen
Gesprächspanel über Silicon Dreams, ÜBERMORGEN und die Zukunft der Puppenspielkunst

Im Rahmen des Förderprojekts ÜBERMORGEN beforscht das Puppentheater Magdeburg Richtung Zukunft. Die Digitaltheatergruppe OutOfTheBox hat eine eigens entwickelte Soft- und Hardware-Installation entworfen. Zugleich laufen an der Hochschule Magdeburg-Stendal nun Kooperative Seminare zur Frage, wie Industriedesign und Puppenspielkunst neue Synergien erzeugen können. Medienkünstler Fabian Raith hat sich in der Sonderausstellung „Erzählende Objekte“ (22.5.–12.10.2025) mit Augmented Reality im Puppentheater beschäftigt. Was sind die Chancen und Ästhetiken dieser neuen Vernetzungen und wie sieht Puppentheater übermorgen aus?

As part of the ÜBERMORGEN project, Puppentheater Magdeburg explores the digital future of puppetry. What are the opportunities and aesthetic possibilities offered by these new connections, and what will puppet theatre look like in the near future?

Moderation Moritz von Schurer • Gäste OutOfTheBox, Fabian Raith, Studierende der Hochschule Magdeburg-Stendal

Dauer: 90 Minuten
Ort: Puppentheater Magdeburg, Workshopraum (villa p., 1. OG)
Sprache: Deutsch / German
Eintritt frei! / Free Entry!

Das Festival wird unterstützt durch:

Loops and Hoops

2026-04-29T23:28:47+02:00
Foto: Barbora Žentelová

Puppenspiel, Objekte und Multimedia zeichnen das vielstimmige Bild des Alltags in der Tschechoslowakei.

Rituale, Parolen, immer gleiche Bewegungen. Alltag im Rhythmus eines Systems. Mit Puppenspiel, Objekten und Multimedia entsteht ein Blick auf das Leben in der sozialistischen Tschechoslowakei. Nicht eine einzelne Geschichte steht im Mittelpunkt, sondern viele kleine Erfahrungen zwischen Anpassung und persönlicher Freiheit. So entfaltet sich eine eindrucksvolle Theaterreise durch Erinnerung, Geschichte und die Kreisläufe des Alltags.

Rituals, slogans and repeating movements shape everyday life in socialist Czechoslovakia. Combining puppetry, objects and multimedia, this performance explores small personal stories caught between conformity and freedom – a theatrical journey through memory and history.

Regie Jan Pichler, Dominik Migač, Marta Hermannová • Drehbuch Dominik Migač, Marta Hermannová, Jan Pichler • Dramaturgie Marta Hermannová, Dominik Migač • Bühnenbild Dominik Migač • Produktion Magdalena Krumplová • Fotos Barbora Žentelová • Spiel Dominik Migač, Marta Hermannová, Jan Pichler

Dauer: 45 Minuten
Ort: Puppentheater Magdeburg, Probebühne
Sprache: Ohne Sprache / Without words

Das Festival wird unterstützt durch:

Nathans Kinder

2026-04-14T16:05:01+02:00

Regie Pierre Schäfer • Bildnerische Konzeption Sylvia Wanke • Puppen Sylvia Wanke, Udo Schneeweiß • Dramaturgie Jörg Neumann • Theaterpädagogik Nadine Tiedge • Regieassistenz  Theresa Kawalek, Mathilde Mayer • Spiel Sabine Schramm

NATHANS KINDER ist Ulrich Hubs Bearbeitung des berühmten Klassikers der Aufklärung „Nathan der Weise“ von Lessing. Wem gehört Jerusalem? Christen, Juden, Muslime – alle beanspruchen die Stadt und damit den „einzig wahren Glauben“ für sich. Für Kinder und Jugendliche aufbereitet, verlegt Hub das dramatische Geschehen in eine einzige Nacht und stellt die junge Generation – Nathans Pflegetochter Recha und den Tempelherrn Kurt – in den Mittelpunkt des Geschehens. Über alle religiösen Konventionen hinweg verlieben sich die beiden ineinander und stehen somit für die Idee der Toleranz und Verständigung statt Krieg zwischen den Religionen.

In einer Verbindung von Puppen- und Schauspiel entwickelt Sabine Schramm auf der Bühne fünf Figuren. Eine OneWoman-Show für eine Puppenspielerin, drei stilisierte graue Stühle, fünf große Klappmaulpuppen und eine Handvoll lauter Popsongs!

Übernahme einer Produktion des Theaters Altenburg / Gera aus der Spielzeit 2021/22

Die Inszenierung feierte am 16.09.2024 ihre Magdeburger Premiere.

Kostenloser Workshop vor und/oder nach dem Theaterbesuch zum Schwerpunkt Glaube, Liebe Hoffnung und was ist eigentlich das Problem? Auf der Suche nach der Weltreligion.

Möglichkeit eines Nachgespräches mit Sabine Schramm direkt im Anschluss an die Vorstellung.

Anmeldung an nadine.tiedge@ptheater.magdeburg.de
weitere Informationen unter Theaterpädagogische Angebote

It’s Teatime, Baby!

2026-04-10T14:24:03+02:00

Stückentwicklung Marlen Geisler (lt. Theaterpädagogin) und Ensemble (Maria, Soraya, Lowis, Karl, Felix, Madita) • Coaching Stimme Franziska Heße • Beratung Objekttheater Freda Winter

Der Puppenspielclub (PSC) I feiert seine Premiere mit „It’s Teatime, Baby“: An einer Tafel nehmen die Zuschauer*innen Platz und tauchen ein in die Welt von Alice und anderen seltsamen Geschöpfen im Wunderland. Auf den Tisch kommen Themen, die die Jugendlichen beschäftigen und sonst unter den Tisch gekehrt werden: Sexismus, Stress mit den Eltern und die Frage: Wo ist mein Platz in der Welt?

Termine: 20.06.26, 18:30 Uhr (Premiere)

Die Spielzeit wird unterstützt durch:
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