Zukunft p. – Forschung und Tradition im KI-Zeitalter
Wie kann eine Kulturinstitution ihre Zukunft gestalten? Im Programm ÜBERMORGEN der Kulturstiftung des Bundes geht das Puppentheater Magdeburg als eine von 50 geförderten Institutionen dieser Frage nach. Im Mittelpunkt stehen neue Formen der Zusammenarbeit, die Begegnung mit neuen Publikumsgruppen und die Frage, wie künstlerische Qualität und Freiräume unter veränderten gesellschaftlichen und finanziellen Bedingungen gesichert werden können.
Unser Fokus im Projekt liegt auf Kooperation und Forschung: Gemeinsam mit dem Institut Industriedesign der Hochschule Magdeburg-Stendal wollen wir die Potenziale einer engeren Zusammenarbeit zwischen Puppenspielkunst, Technologie und Wissenschaft und Design erkunden. KI, Virtual Reality, Robotik und digitale Produktionsmittel treffen auf Puppenbau, Animation und das unmittelbare Spiel vor Publikum.
Beteiligt sind Studierende, Schulen, freischaffende Künstler*innen, Puppenbauer*innen und Puppenspieler*innen sowie der Studiengang “Puppenspielkunst" der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch (HfS) Berlin. Gemeinsam erproben sie, wie handwerkliches Wissen und neue Technologien einander bereichern können.
Die erste Projektphase läuft bis Ende 2026 und die ersten Ergebnisse werden in verschiedenen Etappen präsentiert. Darüber hinaus soll Zukunft p. dauerhafte Kooperationen ermöglichen und Forschung und Ausbildung im Europäischen Zentrum für Puppenspielkunst – quartier p., kurz: EZP, mitgestalten.
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Wie wird das Puppentheater von morgen zu einem zukunftsfähigen, lebendigen Kulturort für Magdeburg?
Die Antwort liegt in einer gelebten Symbiose aus innovativen digitalen und analogen Technologien, die das Institut für Industriedesign der Hochschule Magdeburg-Stendal und das Puppentheater Magdeburg gemeinsam Realität werden lassen.
Heute blicken wir auf ein lebendiges Reallabor: Ausgestattet mit den Impulsen eines ersten großen Kick-offs und erfolgreichen Seminaren, fließen studentische Experimente mit 3D-Druck direkt zurück in die Lehre. Erste zukunftsweisende Konzepte zum ökologischen Fußabdruck von Puppen und einer nachhaltigen Lagerung liegen bereit und können bei der anstehenden Planung des neuen Fundus sowie der Präsentation der Figurensammlung weiter vertieft werden.
Um den technischen, gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen von morgen zu begegnen, nutzt das gesamte Team des Hauses die Methode des spekulativen Designs und Futures Thinking. Gemeinsam werden visionäre Lösungsansätze entwickelt, die das Theater nachhaltig stärken.
Die kommenden Schritte versprechen eine noch intensivere Vernetzung: Das Projekt wächst über Disziplinen- und Institutionengrenzen hinaus. Zusammen mit der HfS Ernst Busch Berlin und dem Bereich Interaction Design in Magdeburg wird die Kooperation auf die nächste Stufe gehoben. Hand in Hand mit der Theaterpädagogik und der Dramaturgie werden – immer im engen Austausch mit den Studierenden – völlig neue Themen und Formate erprobt. Während das Team sich bei Expert*innen zu Soft Robotics oder Virtual Reality weiterbildet und Studierende über Praktika direkt in die Theaterpraxis eintauchen, schlägt das Projekt auch die Brücke in die Stadtöffentlichkeit.
Ein kleines Festival mit Ausstellung und Workshops im schauwerk, dem Begegnungsort der Hochschule, wird die Impulse mitten nach Magdeburg tragen.