Die wahre Geschichte von King Kong

eine Kammeroper mit Puppen für Menschen ab 16 Jahren

Die wahre Geschichte von King Kong 2019-03-14T00:12:06+00:00

Project Description

MUSIKALISCHE LEITUNG Kiril Stankow REGIE Roscha A. Säidow KOMPOSITION Jeffrey Ching LIBRETTO Roscha A. Säidow BÜHNE Julia Plickat KOSTÜME Kerstin Schmidt PUPPENBAU Magdalena Roth VIDEO UND LIVE-SCHNITT Roman Hagenbrock  LIVE-KAMERA Anna Motzel DRAMATURGIE Ulrike Schröder, Anna-Maria Polke GESANG – SOPRAN 1 Lauren Urquhart  SOPRAN 2 Polly Ott ALT 1 Andión Fernández ALT 2 Caitlin Redding TENOR 1 Bradley Smith TENOR 2 Kim Schrader BASS 1 James Bobby BASS 2 Nicholas Morris PUPPENSPIEL Claudia Luise Bose, Leonie Euler, Anna Wiesemeier, Freda Winter, Richard Barborka, Leonhard Schubert

Uraufführung: 16.03.2019

Der Mythos King Kong lebt. Er lebt in unseren Köpfen, in zahlreichen Kinoproduktionen, als übergroße Marionette im Musical oder illustriert in Comics und Graphic Novels. Er lebt in vielen Bildern, wird stets aufs Neue wiederbelebt: er erscheint als Ausgebeuteter, als Beschützer, als verkannter Held, als ausgegrenzter „Fremder“.

Die wahre Geschichte von King Kong hinterfragt diese Bilder, die über den legendären Riesenaffen existieren und begibt sich auf die Suche nach Antworten, nach der Wahrheit. Was ist 1933 wirklich geschehen und was sind die wahren Todesumstände des Leinwandhelden? Wer war King Kong wirklich?

Vor einem mystischen Welt-Gericht versammeln sich die Protagonisten von damals, um diese Fragen zu klären. Sie müssen sich für ihre Taten verantworten, die nicht nur die Entstehung des Films, sondern auch das tatsächliche Leben Kongs in der amerikanischen Gesellschaft beeinflusst haben. Der Blick aus verschiedenen Perspektiven zurück in die Vergangenheit zeigt die wahren Beweggründe der Protagonisten. Gesellschaftliche Wahrheiten als Motive hinter dem Mord dringen zum Vorschein, wodurch Themen wie Liebe, Betrug, Rache, Schönheits- und Geltungswahn, Macht und ihr Missbrauch sowie auch die scheinbare Überlegenheit des Westens gegenüber anderen Kulturen entlarvt werden.

Die Kammeroper spielt auf zwei zeitlichen Ebenen und verbindet Puppenspiel und Oper. Während die Protagonist*innen im Weltgericht von Opernsänger*innen gespielt werden, verkörpern Puppenspieler*innen die Figuren in ihren Rückblenden. Verbunden werden die verschiedenen zeitlichen und spielerischen Ebenen durch das Medium Film, durch vorproduziertes Material, Live-Kamera und Live-Schnitt. Diese audiovisuelle Verschmelzung stellt das Publikum gleichzeitig vor rezeptionsästhetische Fragen: Was sehen wir und inwieweit können wir dem, was wir sehen, den Erinnerungen der anderen, trauen?

Kaleidoskopisch nähert sich die Regisseurin  Roscha A. Säidow dem Mythos, spielt mit aktuellen kulturellen Gegensätzen und Fremdheitsbildern und fragt, wann und warum ein Mensch zum Subjekt oder Objekt gemacht wird. Der chinesisch-britische Komponist Jeffrey Ching vertont das Libretto Säidows und lässt eintauchen in die Welt des Filmmythos, die humorvoll und düster zugleich neu befragt wird.

Gesungen in Englisch (mit deutschen Untertiteln). Die Premiere sowie alle weiteren Vorstellungen finden im Schauspielhaus des Theaters Magdeburg statt. Karten erhalten Sie an der Theaterkasse im Opernhaus sowie an der Abendkasse im Schauspielhaus, online über www.theater-magdeburg.de oder telefonisch unter (0391) 40 490 490.

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