M – eine Stadt sucht einen Mörder

von Roscha Säidow nach dem Film von Thea von Harbou und Fritz Lang für Menschen ab 16

  • M - eine Stadt sucht einen Mörder 6313 (Jesko Döring)
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REGIE und KOMPOSITION Roscha A. Säidow AUSSTATTUNG Julia Plickat PUPPEN Magdalena Roth KOMPOSITION und MUSIKALISCHE LEITUNG Andres Böhmer DRAMATURGIE Katrin Gellrich SPIEL Claudia Luise Bose, Anna Wiesemeier, Freda Winter, Richard Barborka, Florian Kräuter, Lennart Morgenstern, Leonhard Schubert
The whole city is talking about the brutish child-murderer. The police is powerlessly opposed to a phantom. As the rest of the underworld suffers from the increasing police presence, the criminals participate in the search for the murderer. They desire to bring him to trial themselves, in order to enforce their idea of justice.
Eine Stadt im Ausnahmezustand: An jedem Ort, zu jeder Zeit kann er wieder zuschlagen, der Kindermörder. Die fieberhafte Fahndung der Polizei läuft ins Leere; alle Sicherheitsvorkehrungen erweisen sich als nutzlos. Ein gefundenes Fressen für Lokalpresse und sensationsgeiles Publikum. Eine Tragödie hingegen für alle „anständigen“ Verbrecher der Stadt. Diese mobilisieren sich, um dem Mörder in Selbstjustiz beizukommen. Ein rasantes Katz- und Maus-Spiel zwischen Mörder, Polizei und Untergrund beginnt.

Das Puppentheater Magdeburg zeigt die Uraufführung von M – EINE STADT SUCHT EINEN MÖRDER von Roscha A. Säidow nach Motiven des gleichnamigen Filmklassikers von Fritz Lang. Verfangen in einer halbseidenen Welt voller Geheimnisse und angeheizt von eigens für die Inszenierung komponierten Songs, erzählt das gesamte Ensemble des Puppentheaters mit über 30 Figuren die Geschichte einer Verfolgungsjagd – und davon, was ein Mörder mit unserer Gesellschaft und unsere Gesellschaft mit Mördern macht.

NACHBEREITUNG: “Warte, warte nur ein Weilchen, bald kommt der schwarze Mann zu dir” – Wie kommt der Film auf die Bühne?
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Die Audio CD zum Stück. 16 Titel aus der Inszenierung “M – eine Stadt sucht einen Mörder” in einer Produktion des Puppentheater Magdeburg. Text & Komposition: Andres Böhmer, Roscha A. Säidow, Ensemble. Die CD ist im Puppentheater zum Preis von 10,00 EUR erhältlich.

intro * m. eine stadt sucht einen mörder * der ball * anni * pöbelchor * zeugenduett * m. reminiszenz * ganovenleben * ditt jeschäft * verloren * gut und bös * mutter * ballonmann * bettlerobservation * klick * hunderttausend tage

Das Ensemble holt das Thema angesichts tagesaktueller Fälle endgültig ins Heute und übergibt es dem Publikum.
Großes Kino, großer Applaus. Hingehen!
Volksstimme Magdeburg | Kultur
Diese Uraufführung von hinterlässt Beklemmung, rüttelt auf, zwingt zur Prüfung der eigenen Angst gegenüber dem Geschehen der heutigen Welt. Und eben das macht es so wichtig.
aspekt Magazin
“M” – wie Maßstab, der kaum zu übertreffen ist. Das junge Ensemble der Magdeburger Produktion könnte ein Garant für die Zukunft eines großartigen Figurentheaters sein.
Magdeburg Kompakt
… Säidow versteht es auf meisterhafte Weise, Szenen filmisch aneinander zu schneiden, und zwar mit einer so extremen Fallhöhe, die atemlos macht …

… Uneingeschränkter Höhepunkt der reifen Ensembleleistung aber ist der Schluss mit der lebensgroßen Puppe des geschnappten Mörders, die statt eines Kopfes ein leeres Metallgestell hat …

… die Regisseurin lässt die absurde „Gerichtsverhandlung“ der Unterwelt mit den Stimmen des Anklägers Schränker, dem Verteidiger und den betroffenen Müttern mit äußerster Sachlichkeit berichten und holt das Thema angesichts tagesaktueller Fälle endgültig ins Heute und übergibt es dem Publikum. Großes Kino, großer Applaus. Hingehen! …

… ein atemberaubendes Tempo auf der Bühne, schnelle Szenenwechsel wie im Film, 120 Minuten ohne Langeweile bei der Jagd auf den Psychopathen prägen die Inszenierung. Für die Darsteller eine Herausforderung, die sie bravourös meistern. Originaltöne aus dem Lang-Streifen sorgen für Atmosphäre. (Regina Steffen)
… Langs Streifen: Ein Klassiker des frühen Tonfilms mit ungewöhnlichen Bildperspektiven, fast dokumentarisch gedreht. Ihn auf den Bühne zu bringen, scheint ein Experiment. Als Fazit kann es heißen: Gelungen. Kein Abklatsch, leidenschaftliche Darsteller in einer Unzahl wechselnder Rollen, phantasievolle Puppen, als Sahnehäubchen Musik und Gesang dazu zahlreiche Spielebenen und raffinierte technische Mittel. (Klaus-Peter Voigt)
… Vergessen Sie, was Sie über Puppenspiel wissen – Kaspers Zeigefinger ruhe in Frieden. Mit “M” hat Magdeburg eine nahezu unglaubliche Adaption eines eigentlich noch unglaublicheren gesellschaftlichen Zustandes von Angst, Sensationsgier, “Lügen” – und anderer Presse auf die Bühne gebracht …

… das siebenköpfige Ensemble brilliert in den Facetten der Genres Schauspiel, Puppenspiel, Gesang (!) und der kalte thematische Wind der wunderbar gruseligen Bühne überträgt sich auf das Publikum, welches sich am Ende zwischen Recht und Rache entscheiden muss … (Kulturportal Deutschland)

So entsteht ein Kunstwerk, das mehr als seine einzelnen Bestandteile ist. Angst  mordet Menschlichkeit, macht aus biederen Bürgern Monster. Der Staat, korrupt, verkrustet und nur auf Machterhalt bedacht, hat das Heft des Handelns längst verloren. Die Unterwelt schafft eigene Gesetze und setzt diese auch durch.

… diese Uraufführung von hinterlässt Beklemmung, rüttelt auf, zwingt zur Prüfung der eigenen Angst gegenüber dem Geschehen der heutigen Welt. Und eben das macht es so wichtig. (aspekt Magazin Sachsen-Anhalt)

Pädagogik

Begleitende Materialien
Für Pädagogen und Lehrer zur Vor- und Nachbereitung bei Inszenierungen nicht vorhanden

Pressematerial

Pressematerial & Fotos
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Technikrider

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